Ukraine setzt in Kaunas die stärksten Akzente
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Der zweite Wettkampftag beim Kaunas Junior European Cup 2026 brachte ein klares Bild: Die Ukraine prägte das Geschehen auf den Tatami. Mit starken Auftritten in mehreren Gewichtsklassen zeigte das Team nicht nur Tiefe, sondern auch Selbstvertrauen auf internationalem Niveau.
Besonders im Fokus stand Serhii Karakin in der Klasse bis -81 kg. Er blieb über den gesamten Tag ungeschlagen und holte Gold mit einer Serie kontrollierter Siege. Ausschlaggebend war für ihn offenbar nicht nur die körperliche Form, sondern auch die genaue Vorbereitung auf seine Gegner.
Karakin hatte den späteren Finalgegner kurz zuvor in einem EJU-Trainingslager erlebt und daraus wichtige Erkenntnisse gezogen. Nach dem erfolgreichen Auftakt wuchs sein Glaube an den Turniersieg spürbar. Diese Mischung aus Ruhe, Klarheit und wachsender Überzeugung trug ihn bis ganz nach oben.
Für Karakin wurde aus einem guten Start Schritt für Schritt ein Goldlauf.
Sein Weg im Judo begann bereits im Alter von sieben Jahren durch seinen Vater. Anfangs war die Begeisterung noch nicht da, doch die erste Medaille veränderte vieles. Seitdem ist der Sport für ihn mehr als nur Wettkampf, und genau diese Entwicklung macht seinen Erfolg in Kaunas besonders greifbar.
Auch Sofiia Hrechka sorgte in der Klasse bis -52 kg für einen goldenen Moment der Ukraine. Ihr Finalsieg hatte eine zusätzliche emotionale Ebene, denn auf der anderen Seite stand eine langjährige Vereinskollegin, gegen die sie in der Vergangenheit oft Schwierigkeiten hatte.
Gerade deshalb bekam dieser Erfolg besonderes Gewicht. Hrechka beschrieb ihren Wettkampftag als körperlich und mental fordernd, wobei schon der erste Kampf sie stark beanspruchte. Im Finale musste sie dann, trotz Unterstützung durch ihre Trainer über den Tag hinweg, die Lösung ganz aus sich selbst heraus finden.
Mit Blick nach vorn richtet sich ihre Aufmerksamkeit nun auf den nächsten Start in Österreich. Auch die Gastgeber aus Litauen hinterließen einen starken Eindruck und sorgten dafür, dass Kaunas als würdige Bühne für diesen Junioren-Europacup in Erinnerung bleibt.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union