Van Lieshout setzt in Tiflis ein schnelles Ausrufezeichen
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Im Finale der Klasse bis 63 kg in Tiflis ging alles erstaunlich schnell. Joanne Van Lieshout aus den Niederlanden traf auf die Französin Manon Deketer, doch schon der erste echte Moment entschied den Kampf. Damit krönte sich die amtierende Weltmeisterin von 2024 auch zur Europameisterin bei den Senioren.
Deketer begann entschlossen und suchte sofort den Griff, ganz in ihrem bekannten offensiven Stil. Van Lieshout reagierte jedoch eiskalt, nutzte die Situation für einen Yuko und wechselte direkt in den Haltegriff weiter. Ippon beendete das Finale praktisch im ersten Austausch.
Für die Niederländerin ist dieser Titel ein großer nächster Schritt. Sie hielt den Druck eines gesamten Wettkampftages aus und bestätigte ihre Rolle als Favoritin, als es darauf ankam. Der Goldmoment kam früh, aber genau deshalb wirkte er umso eindrucksvoller.
Ein Angriff, eine Wendung, ein Titel für die Niederlande.
Auch in den Kämpfen um Bronze gab es starke europäische Geschichten. Iva Oberan aus Kroatien stoppte die aggressive Kaja Kajzer aus Slowenien mit viel Ruhe und guter Kontrolle. Sie punktete früh und konterte später einen O-uchi-gari-Versuch für Waza-ari, womit sie sich ihre erste kontinentale Medaille sicherte.
Im zweiten Bronze-Duell lieferten sich Carlotta Avanzato aus Italien und Angelika Szymanska aus Polen einen engen Kampf. Strafen wegen Griffverstößen prägten die Schlussphase, ehe Szymanska kurz vor dem Ende eine Juji-gatame ansetzte, aus der es kein Entkommen mehr gab. Ippon brachte ihr Bronze und die zweite Europamedaille ihrer Seniorinnen-Karriere.
So endete die Kategorie mit einem klaren Zeichen aus Europa. Gold ging an die Niederlande, dazu jubelten Kroatien und Polen über Bronze. Vor allem Van Lieshout setzte dabei das stärkste Statement des Abends.
Quelle: EJU_News