Drop Seoi-nage vor Heimpublikum: Kowalewska sorgt in Warschau für den großen Moment

Der erste Tag des European Open in Warschau hatte alles, was Judo so elektrisierend macht: volle Felder, internationales Niveau und eine Halle, die jede Aktion spürbar mitträgt. In sieben Gewichtsklassen wurden am Samstag Medaillen vergeben – und trotzdem blieb am Ende ein Moment klar im Fokus.

Die lauteste Szene gehörte der U70kg der Frauen. Aleksandra Kowalewska holte für Polen das einzige Gold des Tages – und das vor heimischen Rängen. Im Finale gegen Deutschlands Sarah Mehlau setzte sie einen perfekt getimten Drop Seoi-nage an und blieb danach im ne-waza konsequent, bis der Sieg feststand.

In der U70kg schrieb Kowalewska den polnischen Heim-Höhepunkt des Samstags.

Auch Deutschland sammelte in dieser Klasse Podiumsplätze: Tanja Gruenewald stand ebenfalls auf dem Treppchen, zudem ging Bronze an Florine Soula aus Frankreich. Für Polen war es trotzdem genau die Art Final-Story, die ein Turnier in der eigenen Hauptstadt unvergesslich macht.

Frankreich drückte dem Samstag insgesamt einen starken europäischen Stempel auf. In der Männer-U66kg gewann Simon Lesauvage Gold gegen Italiens Mattia Miceli, und in der U73kg legte Orlando Cazorla nach: Er stoppte im Finale Polens Wiktor Mrowczynski, der sich mit Silber belohnte. In der Frauen-U63kg setzte sich Melodie Turpin durch – erneut vor einer Polin, Natalia Kropska.

Auch in der U78kg der Frauen blieb Frankreich auf Kurs: Samah Hawa Camara bezwang Spaniens Sara Fernandez Campillo, während Morgane Rubiano mit Bronze nachlegte. Im Schwergewicht (+78kg) ging Gold an Italien durch Tiziana Marini gegen Polens Kinga Wolszczak.

Kasachstan war ebenfalls präsent, vor allem in der Männer-U60kg mit einem rein kasachischen Finale, das Toktar Umutaliyev für sich entschied. Trotz mehrerer Medaillengewinner anderer Nationen blieb das Bild des Tages das polnische Gold – erkämpft mit Timing, Ruhe und Heim-Energie.

Quelle: JudoInside

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